Presse 2010

Konzert_2010

Zwei Kapellen blasen Regenwolken einfach weg
GÖGGINGEN – Es glich einem Überraschungscoup, was da die MusikkapellemGöggingen gegen die anfänglichen Widrigkeiten des Wetters aus dem Hut zauberte. Variantenreiche Blasmusik mit erfahrenen und jungen Musikern, Steptanz zum Anfassen, Dudelsackklänge und ein heimisches Talent, das bei Stefan Raab anklopfen könnte.

Der Beitrag von Petrus zum Doppelkonzert der Jugendkapelle Krauchenwies
und der Musikkapelle Göggingen war unerwünscht. Fast alle Gäste hatten
sich schon an leckeren Speisen satt gegessen, als es mit Beginn des
ersten Konzertteils durch die aufstrebende Musikerjugend mittelprächtig
zu regen begann. Doch die Organisatoren hatten vorgesorgt und jede Menge
Schirme auf dem Adlerplatz aufgestellt.
Vorsitzender Karl-Robert Kempf dankte den vielen Gästen für ihr Kommen.
Und die gaben sich gleich selbst aufmunternden Applaus.
Mit den getragenen Stücken „Cataluna“ und der „Abaco Ouvertüre“ wurde
von Beginn an rhythmische Genauigkeit gefordert und den Blechbläsern
oblag es für den nötigen voluminösen Klang zu sorgen.
Mit den „Hexen von Oz“ und Melodien aus dem Musical „Tarzan“ kam
Dirigent Fabian Göggel dem Temperament der Jungs und Mädchen schon viel
eher entgegen. Da waren dann auch mal zaghafte Tarzanschreie zu hören.
Auch bei den Melodien aus dem Kultfilm „Herrn der Ringe“ konnte man das
Gefühl haben, dass Komponist Howard Shore sich mit seinem herausragenden
Werk wieder fand. Diesen Eindruck hatte auch das Publikum und bekam mit
dem Marsch „Blond and Swedish“ eine Zugabe, die es in sich hatte. Den
Marsch etwas früher gespielt, und die Wolken wären gleich verflogen.
Super präsentiert.
Neues Dirigententeam tritt auf
Nach einer Pause begannen die gut 50 Musiker und Musikerinnen der
Musikkapelle Göggingen ihr Programm. Der Aufmarsch der Dirigenten
gestaltete sich dabei ungewohnt. Nach begonnenem Teilrückzug des
Altdirigenten Georg Binder folgten die „Neuen“: Jasmin Beck, Thomas
Hänsler und Jürgen Stärk. Um es gleich vorneweg zu sagen: Die Zuhörer
waren von ihrem Debüt sehr angetan. Den richtig hymnischen Auftakt für
die nachfolgenden Ehrungen dirigierte Thomas Hänsler mit „The Olympic
Spirit“, vom Meister der Filmmusik John Williams komponiert. So
eingestimmt, konnten der kommissarische Leiter des Blasmusikverbandes
Sigmaringen, Egon Wohlhüter, und Karl-Robert Kempf, die Waldhornistin
Doris Dufner für das seltene 40. Jubiläum mit der Ehrennadel in Gold mit
Diamanten ehren.
Eine kleine Ehre ist auch die Aufnahme von jungen Musikern in die
Kapelle. Das schafften in diesem Jahr Anna Jäger, Jasmin Stärk, Ulrike
Schopf und Marius Seifried.
Es folgte der Klassiker „La Storia“, dirigierte von Georg Binder und
„Music“, dirigiert von Jürgen Stärk. Beide Stücke temperamentvoll und
gekonnt präsentiert. Drei Highlights sollten noch folgen. Das war einmal
der Sologesang von Vivian Briesemeister (16) zum Filmsong „I will always
love you“. Das war wie „Lena“: Nur in Göggingen. Dann stepten die
„Heuberger Irish Dancers“ unter der Leitung von Petra Schmid und in
authentischen Kostümen zu Klängen von „Lord of the Dance“. Zum Schluss
zeigten Dudelsackpfeifer Wolfgang Gihr in beeindruckender
Synchronisation mit Vivian und der Kapelle, dass ein Kirchenlied auch
auf dem Adlerplatz begeisterte Zuhörer finden kann.“Amazing grace!-how
sweet the Sound“. Man könnte Vivian Briesemeister noch öfter zuhören.
Für alle die da waren: Der Abend hat sich gelohnt!

Generalversammlung 2010

Im Mittelpunkt der Generalversammlung des Musikvereins Göggingen stand die Entscheidung zur Dirigentennachfolge von Georg Binder. Ein junges Dreierteam will die Aufgabe stemmen und hat die Unterstützung aller Aktiven.
Als Dirigent Georg Binder im vergangenen Jahr seinen Rückzug als Dirigent für Mitte dieses Jahres ankündigte, traf dies die Musikantenschar um den Vorsitzenden Karl-Robert Kempf wie ein Paukenschlag. Hatte man doch zu diesem Zeitpunkt keine Idee, wie die Ära Binder eine musikalische Zukunft finden sollte. Am liebsten hätten daher einige der Mitglieder den Bericht des Dirigenten gleich an den Anfang gewünscht: Zu groß war die Neugier auf die Nachfolgelösung.
Vorsitzender Kempf hielt sich jedoch strikt an die übliche Tagesordnung. Nach Begrüßung der Gäste und der Totenehrung folgte der Tätigkeitsbericht von Schriftführerin Sabrina Beck. Ein Bierfest ohne Zwischenfälle mit einem erfolgreich auf das Publikum abgestimmten musikalischen Programm, musikalische Einsätze, unter anderem beim Bezirksmusikfest in Aach-Linz und Schlossfest in Meßkirch. Im Europapark Rust wurden die „Batterien wieder aufgeladen“, in Krauchenwies sah man die Musiker recht spektakulär als „Blue Man/Women Group“ bei der Fasnet.
Ein nachvollziehbarer Rechenschaftsbericht des Kassierers Simon Schober und die Berichte der Kassenprüfer erleichterten Bürgermeister Jochen Spieß den Vorschlag für die Entlastung des Vorstandes. Sie erfolgte einstimmig. Seinen Dirigentenbericht leitete Georg Binder noch mit ein paar Anmerkungen zur Verbesserung der Register ein. Jetzt erwarteten aber alle ein inhaltliches „crescendo“ und es kam. Mit drei jungen, talentierten Musikern aus der eigenen Kapelle und ihm im Hintergrund will man die Dirigentenaufgabe ab Mitte des Jahres meistern. Der spontane und herzliche Applaus der Versammlung für die zukünftigen Jungdirigenten Jasmin Beck, Jürgen Stärk und Thomas Häusler war Ausdruck des Respekts und der Erleichterung zugleich.
Im Bericht des Vorstandes ging Kempf auf den Zuwachs durch 20 Jungmusikanten und den Kraftakt Bierfest mit „Bombenstimmung“ ein. Dankesworte fand er dabei für die fleißigen Ehrenmitglieder und den Sportverein. Am 17. Juli hofft der Verein beim Open-Air-Konzert auf dem Adlerplatz auf rege Teilnahme und gutes Wetter. Entspannung ist eine Woche später beim Besuch des großen Blasmusik-Tattoos in Basel angesagt.
Umfangreich der Dank an viele Funktionsträger im Verein. Seine eigene Rolle vergleicht er mit dem Curlingsport:“ I schieb den Bolle und Vorstandschaft mos noch wischen, dass er ans Ziel kommt“. Die folgende Lachsalve kann er nur als Ausdruck guter Stimmung unter den Musikern verstehen. Mit Handschlag hießen Kempf, Binder und Jugendleiterin Melanie Beck die beiden Klarinettistinen Anna Jäger und Jasmin Stärk willkommen, beide haben im August die D1-Prüfung erfolgreich abgelegt.

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